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 BAU DES GEMEINDEZENTRUMS

 

Baubeschreibung des Architekturbüros Lichtblau und Bauer aus München:

 

Durch einen Zukauf eines 5 m breiten Streifens entlang der nördlichen Grundstücksgrenze wurde die Voraussetzung geschaffen, den lange gehegten Wunsch der Kirchengemeinde zu verwirklichen und neben der bestehenden Kirche Gemeinderäume und ein Pfarrhaus zu errichten.

Die Planungsidee der Architekten war, die zu erhaltenden Gemeinderäume um einen rechtwinkeligen Anbau über dem Keller des ehem. Mesnerhauses zu verlängern und daran den Gemeindeteil bzw. das Pfarrhaus anzuhängen. Dadurch entstand ein intimer Gartenhof für die vielfältigen Bedürfnisse der Gemeinde.

Die klare Trennung der Bereiche Gemeinde- und Jugendräume – Pfarrhaus mit Amtsräumen – erleichtert dem Besucher die Orientierung im „neuen“ Gemeindezentrum. Die Eingänge sind unter einem gemeinsamen Vordach angeordnet.

Eine ca. 25 m² große Vorhalle dient im Gemeindehaus als „Drehscheibe“. Von ihr aus sind die Zugänge zu allen wichtigen Räumen:

Gemeindesaal und Gemeinderaum, Teeküche mit offener Theke, Garderobenflur mit daneben angeordneten WC’s, Jugendraum und über eine Treppe die Jugendräume im Untergeschoss, die durch entsprechende Geländemodellierung direkte Fenster ins Freie haben.

Ein zweiter Eingang am Pfarrhaus erschließt über einen Windfang die Amtsräume und die Wohnung der Pfarrfamilie.

Die Neubauten sind als verputzte Ziegelbauten konstruiert, wobei die Dachschrägen der Pultdächer weitgehend in die jeweiligen Räume einbezogen und sichtbar verschalt wurden. Die Dachdeckung erfolgte mit Kupferblech.

Seit ca. 1976 sind Bestrebungen im Gange, für Thannhausen ein Pfarrhaus zu bauen und, wie die meisten unserer Gemeindeglieder wissen, die viel zu kleinen Gemeinderäume zu erweitern.
Grundstücksverhandlungen und Planung zogen sich über Jahre hin.
Durch Weggang von Pfarrer Hauenstein und in der folgenden pfarrerlosen Zeit hat sich dieser Zustand dann erhalten.
Als im Jahre 1978 Pfarrer Thürauf nach Thannhausen kam, wurde ihm bereits ein fertiger Plan des Architekten A. Malsen zur Erweiterung des Gemeindehauses und eines Pfarrhaus-Neubaus vorgelegt, der davon ausging, dass von dem unbebauten Grundstück neben der Kirche mindestens 15 m zu haben seien. Allerdings stellte sich dann heraus, dass das Konzept des Architekten A. Malsen viel zu groß war. Der landeskirchliche Architekt H. Förderreuther sagte uns in einer zusammengerufenen Sitzung im Jan. 79, dass wir mit diesem Konzept in München gar keine Eingabe zu machen brauchten. So machte sich nun unser Kirchenvorstand daran, mit den Architekten Lichtblau und Bauer aus München einen neuen Vorentwurf zu erarbeiten, der davon ausging, dass ein Pfarrhaus und Gemeinderäume auf jeden Fall neben der Kirche zu bauen seien. Es war zeitweise auch die Rede, auf dem kircheneigenen Grundstück Ecke Ringeisen/Lindenstraße Pfarrhaus und Gemeinderäume zu errichten.

So wurden 1979 die Grundstücksverhandlungen wieder aufgenommen und zu dem Ergebnis gebracht, dass ein 5 m breiter Streifen neben der Kirche zu haben war, mit der Auflage unsererseits, dass wir bis auf 1 m an die Grenze bauen dürfen und seitens des Verkäufers, dass die Kirchengemeinde die ihm schon früher versprochene Mauer baut.

Am 2.Juli 1980 wurde der Kaufvertrag vor dem Notar perfekt gemacht. Alle Beteiligten waren zufrieden. Selbst die Kirchenleitung in München war mit diesem Ergebnis voll einverstanden. Nun war es endlich soweit, dass mit einer ordentlichen Planung angefangen werden konnte. Die beiden Architekten Lichtblau und Bauer wurden vom Kirchenvorstand beauftragt, ihren Vorentwurf, der allen gefallen hatte, jetzt in einen Plan umzusetzen, mit der Bitte, dass von den bestehenden Gebäuden zu erhalten sei, was von der Bausubstanz her gesund war und sich in das neue Konzept mit übernehmen ließ.

Es begann eine lange Zeit des Verhandelns. Besuche des Pfarrers, des Kirchenvorstandes und weiterer Mitarbeiter beim Landeskirchenamt folgten. Alle Beteiligten gaben sich große Mühe, dass nun auch möglichst bald mit dem Bau begonnen werden konnte. Doch es war nun genau so wie beim Bau der Kirche und des Gemeinderaumes: Der Kirche fehlte, bedingt durch die schlechte wirtschaftliche Lage, das nötige Geld.

Für uns würde diese Zeit bis zur Erteilung der Baugenehmigung durch das Landeskirchenamt eine harte Zeit. Manche Mitarbeiter konnten es einfach nicht glauben, dass es der Kirche tatsächlich so schlecht ging. Nach einem letzten Besuch in München im Februar 1982, der eine Aussicht zum Bauen für ein weiteres Jahr null und nichtig machte, begann eine Zeit der Resignation. Dazu kam, dass Pfarrer Thürauf die Wohnung gekündigt wurde und keiner mehr so recht wusste, wie das jetzt weitergehen sollte. Erneute Wohnungssuche, - wo doch nun endlich das versprochene Pfarrhaus bezogen werden sollte. Guter Rat war teuer. Die Stadt Thannhausen mit ihrem Bürgermeister Mayer, die sich schon bei der Beschaffung der ersten Wohnung mit eingeschaltet hatte, wurde erneut um Hilfe gebeten. Ein Vierteljahr später zeigte sich, dass dieser Besuch des Pfarrers und einer Mitarbeiterin beim Bürgermeister weitaus mehr brachte, als nur eine neue Wohnung. Bürgermeister Mayer bot sich an, - zum Wohlwollen des gesamten Kirchenvorstands – selbst nach München zu fahren und dort Verhandlungen über den Beginn des Baues zu führen. Sein Besuch in München, das hat sich im Nachhinein gezeigt, muss eindrucksvoll gewesen sein, denn nach ein paar Tagen erhielten wir vom Landeskirchenamt die Zusage, mit dem bau des Pfarrhauses beginnen zu dürfen. Das hieß für uns, den Plan der Architekten Lichtblau und Bauer beim Landeskirchenamt und bei anderen Behörden zur Genehmigung vorzulegen. Im Landeskirchenamt war das eigentlich nur noch Formsache, denn Planung und Raumprogramm waren seit Anfang an mit Oberkirchenrat Hofmann abgesprochen. Schwieriger gestaltete sich da schon die Genehmigung der Finanzierung. „Das Eigenkapital der Kirchengemeinde, der Zuschuss der Stadt Thannhausen und eine Restfinanzierung von München, das müsste reichen“, so die Argumentation des Bürgermeisters. Auch bei uns in Thannhausen hat dieser Besuch seine Wirkung gehabt.

Es begann nun die einerseits schöne, andererseits aber auch leidige Aufgabe des Geldbeschaffens. In kurzer Zeit, ausgelöst durch diese schnelle Zusage von München, musste nun die Kirchengemeinde die stattliche Summe von DM 150.000,- aufbringen. Als dies gesichert war, wurde am 24.10.1982 der langersehnte erste Spatenstich in der Jakob-Zwiebel-Straße 5 getan.

Das Mesnerhaus war baulich in einem sehr schlechten Zustand. Die Familien Markgraf und Berthold klagten seit Jahren über Nässe und Feuchtigkeit in diesem Haus. Deshalb wurden die mauern bis zum Kellergeschoss abgetragen. Auf dem bestehenden Keller wurde nun das Pfarrhaus errichtet.

Der Rohbau wurde zu unserer großen Freude noch im Jahre 1982 erstellt.

Unterdessen gingen die Verhandlungen mit dem Landeskirchenamt in München weiter. Wir fragten an, ob es nicht möglich sei, wenigstens den Rohbau für das neue Gemeindezentrum zu errichten, damit sich die Kosten nicht erhöhen und zum anderen eine aufwendige vorübergehende Abdeckung der bestehenden Gebäude nicht notwendig wäre. Unsere Bitte, unterstützt durch die Bemühungen unseres Dekans H. Diegritz, fand erneut Gehör. Die verantwortlichen Herren im Landeskirchenamt sahen ein, dass es richtig sei, die Baustelle nicht aufzulösen und im anderen Jahr wieder neu zu errichten. So konnte in einem Zug Pfarrhaus und Gemeindehaus gebaut, bzw. umgebaut werden.

Am 15.April 1983 konnten wir bei strömendem Regen, dennoch gut gelaunt, das Richtfest des gesamten Zentrums feiern.

Die Bauarbeiten gingen weiter zügig voran. Die ausführenden Firmen und vor allen Dingen Herr Architekt Bauer, setzten alles daran, dass im Jahre 1983 das Pfarrhaus bezugsfertig war, - wenn möglich sogar das neue Gemeindezentrum eingeweiht werden konnte.

Die Mitarbeiter der Gemeinde, manche neu im Amt, andere bereits erprobt, halfen aus Leibeskräften mit.

Am 21.Juli 1983 konnte Herr Pfarrer Thürauf mit seiner Familie – kurz vor der Geburt des 4.Kindes das Pfarrhaus beziehen. Bereits nach ein paar Tagen wusste die Pfarrfamilie, dass sie in den letzten Jahren noch nie so schön, so gut und so ruhig gewohnt hat.

Nach knapp einem Jahr Bauzeit kann nun auch die Gemeinde ihren Teil benützen. Am 9.Oktober 1983 erfolgte die Einweihung des Gemeindezentrums durch Dekan Laus Diegritz. Diese Einweihung, die ja als Abschluss der Bauarbeiten und als Beginn des Bewohnens dieses Hauses gilt, wurde zusammen mit dem Gemeindefest gefeiert. Damit sollte deutlich werden, dass dies für uns ein Tag der Freude im Jahr 1983 war.

Mit der Einweihung des neuen Pfarrhauses und der Gemeinderäume besitzt Thannhausen ein maßgeschneidertes Gemeindezentrum.

Während der Entstehung dieses Bauwerks hat Pfarrer Thürauf sich zu einem richtigen „Baupfarrer“ entwickelt. Zu jeder Tageszeit, bei Wind und Wetter, konnte man ihn auf „seiner Baustelle“ antreffen. Tatkräftig legte er mit Hand an und half mit, wo immer es nötig war; und das alles neben seinen eigentlichen Amtsgeschäften!

Seine Energie und seine Tatkraft hat alle Mitarbeiter beflügelt. Seinem Organisationstalent, seinem handwerklichen Geschick und seinem praktischen Verstand ist es zu verdanken, dass dieser Bau wurde, was er heute ist. Mit viel Liebe zum Detail hat er diesem Projekt seine ganz eigene Note gegeben. Bei der Beschaffung der finanziellen Mittel hat Herr Pfarrer Thürauf mit Spürsinn jede nur denkbare Möglichkeit ausgeschöpft um Beihilfen und Zuschüsse zu realisieren.

Kurzum, Herr Pfarrer Thürauf hat für unser Gemeindezentrum seine ganze Kraft eingesetzt und ohne Rücksicht auf sich selbst Übermenschliches geleistet!

Sein Name wird für immer mit der Schaffung dieses Gemeindezentrums verbunden sein.

 





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pfarramt.thannhausen@elkb.de